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Die passende Ausrüstung für Ski- und Snowboardfahrer


Abbildung 1: Mit der richtigen Ausrüstung ist die Unfallgefahr verringert

Ski- und Snowboardfahren gehört zu den beliebtesten Sportarten in Deutschland. Fast 14 Millionen Personen sind regelmäßig auf den Pisten unterwegs und der Wintersport erhält jährlich einen Marktanteil von rund 17 Prozent im deutschen Fernsehen. Action, frische Luft und jede Menge Spaß verbindet die Hobby- und Teilzeitsportler miteinander. Damit Du dich richtig sicher fühlen kannst und auch längerfristig etwas von deinem Hobby hast, gibt es jetzt die Checkliste für die Wintersportausrüstung, denn damit bist Du erstens gut geschützt und zweitens erhältst du eine genaue Zusammenstellung der notwendigen Kleidungsstücke und Geräte.

1. Sicherheit an erster Stelle: Helm und Sonnenbrille
Nicht in allen Skigebieten besteht eine Helmpflicht, doch für deine eigene Sicherheit solltest du an den Schutz deines Kopfes denken.

Weitere Informationen für Österreich gibt es unter austria.info.
Viele Skifahrer und Lehrer empfehlen es, sich einen Helm zu kaufen, denn er sorgt neben der Sicherheit auch für eine gute Belüftung und hält trotzdem Ohren und Kopf warm. Der Helm darf nicht verrutschen und kaum Spielraum besitzen. Der Kinnriemen sollte gut gepolstert sein und der Verschluss ist am besten nicht direkt unter dem Kinn, sondern an der Seite zu finden. Die Polsterung sollte ausreichend sein und im Idealfall sind die Polster hautfreundlich, atmungsaktiv und besitzen einen guten Feuchtigkeitstransport. Bei guten Helmen kannst Du die Polster herausnehmen und waschen. Bei der Belüftung sollte der Helm verschließbare Einlässe besitzen und ein größeres System vorweisen, damit sowohl im Frühjahr, als auch im tiefsten Winter der Kopf gut belüftet bleibt. Der Helm sollte nicht zu schwer sein, meist liegen die Gewichte zwischen 400 und 650 Gramm.


Abbildung 2: Trotz fehlender Helmpflicht ist ein Helm bei der actionreichen Sportart zu empfehlen

Die Skibrille ist ein Muss für jeden Snowboard- und Skifahrer. Eine klare Sicht ist schließlich bei jedem Wetter wichtig und die Brille schützt vor reflektierendem Sonnenlicht und der starken UV-Strahlung. Dabei gibt es fünf Stufen, wobei der VLT-Wert den Teil des Tageslichtes angibt, den die Brille hindurch lässt:

Kategorie 0: 80-100% VLT starke Bewölkung oder Flutlicht
Kategorie 1: 43-80% VLT wechselnde Verhältnisse
Kategorie 2: 18-43% VLT sonnig, teilweise bewölkt
Kategorie 3: 8-18% VLT viel Sonnenschein
Kategorie 4: 3-8% VLT durchgehenden Sonnenschein


Beim Anprobieren ist es wichtig, dass du deinen Helm mitbringst oder dass der Helm von demselben Hersteller stammt, denn nicht immer passen die beiden an der Helmöffnung zusammen. Der Schlitz sollte dadurch nicht zu groß sein, damit Kälte und Schnee nicht durchdringen können. Ein guter Helm besitzt außerdem eine Halterung für das Gurtband der Brille. Den guten Sitz musst Du zusammen mit dem Helm prüfen, die Brille sollte ebenfalls nicht verrutschen und nicht zu sehr drücken. Der DSV gibt in folgendem Video ein paar Tipps zum Kauf einer Brille:



2. Ski und Snowboards

Dein wichtigstes Werkzeug sind natürlich deine Skier und dein Snowboard. Doch so individuell wie die Helmauswahl ist, so findest Du auch nur durch Ausprobieren und unterschiedliche Fragestellungen deinen perfekten Untersatz. Dafür ist natürlich erst einmal der Einsatz der Skier oder Snowboards entscheidend, willst du auf die Piste, Freestyle, Langlauf, Slalom fahren oder dich im Tiefschnee austoben? Hilfreich ist es, dich vorher beraten zu lassen und deine Wünsche und deine Körpermaße mit einzubringen. Dieser Berater von SportScheck gibt dir einen guten Einblick darüber, welche Anforderungen als Skifahrer an dich gestellt werden, von der Umgebung über Tempo und die zusätzlichen Features. Anhand dieser Informationen kannst du herausfinden, für welchen Skitypen du dich am besten eignest. Für Einsteiger sind zum Beispiel Easycarver oder Allroundcarver empfohlen, während Fortgeschrittene bereits zu Slalomcarvern oder Racecarvern greifen können.
Für das Snowboard gibt es auf folgender Seite ebenfalls einen ausführlichen Berater, der sich sowohl an das Riding Level, als auch an den Style und zusätzliche Wünsche richtet. Mit der Auswahl der Lieblingsmarke und der Angleichung an dein eigenes Preisniveau findest du schnell einige Boards, die zu dir passen könnten. Deine Größe und dein Gewicht bestimmen meist die Länge des Snowboards. Viele Hersteller bieten dafür eine Gewichtsspanne an, an der Du dich gut orientieren kannst. Achte außerdem auf die Empfehlungen von Freunden und Bekannten, wenn du in ein bestimmtes Skigebiet reist, damit du die Bedingungen vor Ort besser einschätzen kannst. Hilfreiche Informationen gibt es bei diesen Einträgen.

3. Funktions- und Schutzkleidung

Ski- und Snowboardfahren macht erst dann so richtig Spaß, wenn alle Bedingungen passen, vom Wetter, zum Schnee bis zu deiner Ausrüstung. Die richtige Schutz- und Funktionskleidung ist ebenso wichtig, wie deine Sportgeräte. Doch im Gegensatz zu Sportarten wie Fahrradfahren oder Laufen läuft die Feuchtigkeits- und Wärmeregulierung beim Wintersport anders ab. Bei ständiger Aktion produziert dein Körper viel Wärme und Feuchtigkeit, die über atmungsaktive Kleidung abgegeben wird. Doch viele Sportbekleidungen geben nur die Feuchtigkeit gut ab, während sich die Hitze im Inneren staut. Am besten ist es, wenn Du dir die drei wichtigsten Schichten deiner Kleidung vor Augen führst:

Basis: Feuchtigkeitsregulierung
Mitte: Temperaturisolierung und Regulation
Außenschicht: Schutz vor Wind und Wasser

Funktionsunterwäsche besteht vor allem aus Merinowolle oder zwei Schichten aus Polyester oder Polyamid, die Feuchtigkeit weitertransportieren kann, ohne den Körper zu sehr auszukühlen. Baumwolle eignet sich dafür nicht so gut, da sie zu viel Feuchtigkeit aufnimmt und diese nicht an die mittlere Schicht abgibt. Diese besteht meist aus einer Fleecejacke, welche die Wärme gut isoliert und die Feuchtigkeit an die äußere Schicht abgibt. Diese sollte atmungsaktiv sein, Unterarm-Ventilation besitzen und am besten einen Frontreißverschluss, den Du auch von unten öffnen kannst, um für zusätzliche Ventilation zu sorgen. Wasserabweisende und winddichte Jacken gibt es als Soft- oder Hardshell, da kommt es auf deine persönliche Vorliebe an. Für die Sicherheit kannst Du dir zusätzlich Rückenprotektoren, Knieschoner und Crash-Pants besorgen, die vor allem für Snowboardfahrer gedacht ist. Diese können helfen Rücken- und Steißverletzungen zu vermeiden und sind mit vielen Sportkleidungen gut kombinierbar. Achte auf die passende Größe und probiere mehrere Modelle inklusive Jacken aus. Manche Rucksäcke haben Rückenprotektoren bereits integriert.

Quelle: ski-online.de

4. Schuhe


Abbildung 3: Die passende Größe ist durch genaue Maßangaben von Länge und Breite zu erkennen

Mit den passenden Boots kannst Du beim Ski- oder Snowboardfahren so richtig gut loslegen. Der Skischuh sollte wie so viele Sportschuhe sehr gut sitzen. Eine Faustregel besagt, je trainierter und sportlicher der Fahrer ist, desto enger sollte der Kontakt zum Gerät sein. Das bedeutet, dass der Innenschuh nicht zu stark gedämpft ist und die Schale so dicht wie möglich am Fuß anliegt. Skischuhe sollten nicht zu groß sein, damit Du dir nicht die Zehen stößt und der Fuß gut durchblutet bleibt. Der Schuh sitzt gut, wenn er im mittleren Fußbereich und in der Ferse perfekten Halt liefert und das Polster nicht zu dick ist, denn ansonsten hast Du keine richtige Unterstützung auf den Skiern. Weitere Tipps gibt es in folgendem Artikel.
Bei den Snowboardschuhen gibt es Soft und Hard Boots. Freizeitsportler wählen die Soft Boots, die einen hohen Tragekomfort besitzen, während die Hard Boots eine bessere Kontrolle über das Board ermöglichen. Da kannst Du dich allerdings selbst ausprobieren, denn die Größenangaben für Snowboardschuhe sind nach dem Skischuhsystem in Mondopoint angegeben.

5. Wichtiges Zubehör

Für Skifahrer dürfen je nach Sportart die Stöcke nicht fehlen. Wichtig dabei sind die Elastizität, das Gewicht, die Dämpfung und die Balance, damit Du längerfristig etwas davon hast. Am beliebtesten sind aktuell Stöcke aus Carbonfasern, die sehr leicht sind, trotzdem genügend Steifigkeit bieten und eine gute Dämpfung besitzen. Diese sorgt dafür, dass die Belastung auf deine Handgelenke reduziert ist. Achte beim Kauf auf die gerade Form des Stockes, denn nur Rennstöcke besitzen einen Knick. Die Länge richtet sich natürlich nach deiner Körpergröße und der Sportart, da Du zum Beispiel beim Langlauf längere Stöcke benötigst, als bei der alpinen Abfahrt.
Weiteres Zubehör, auf das du nicht verzichten solltest:

Lawinen-Piepser und Lawinenschaufel oder Sonde
Erste-Hilfe-Set
Karten und Kompass
Sonnencreme

Pistenpläne findest Du zum Beispiel auf dieser Seite.

Bildquellen:

Abbildung 1: Pixabay.com © spinheike (CC0 1.0)
Abbildung 2: © mma23 - Fotolia.com
Abbildung 3: © Prisca Koller - Fotolia.com