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Checkliste für den perfekten Skiurlaub

Für viele ist der Skiurlaub das Highlight des Jahres, das schon im Sommer mit großer Vorfreude geplant wird. Andere lassen sich spontan von den ersten Schneeflocken in Stimmung bringen, ihre Skier und Snowboards aus dem Keller zu holen. In jedem Fall gilt: Ein Skiurlaub will gut geplant sein, sonst wird der Traumurlaub in den Alpen schnell zum Albtraum.

Wer den Skiurlaub für seinen Neujahrsvorsatz nutzen will, endlich die eingerosteten Knochen wieder auf Vordermann zu bringen, wird der Piste ein böses Erwachen zu erleben. Wintersport verlangt dem Körper einiges ab, Koordination und Kondition sind ebenso gefragt wie Muskelkraft. Wer das ganze Jahr über faul war, verliert da auf der Piste schnell den Spaß. Außerdem steigt das Unfallrisiko durch mangelnde Kondition, Ungelenkigkeit und schwache Muskeln enorm. Um nicht schon nach zwei Tagen an seine Konditionsgrenze zu stoßen, sollte man daher auch körperlich vorbereitet sein.



Guter Wintersport beginnt im Sommer

Idealerweise beginnt das Training für den Winterurlaub bereits im Sommer, spätestens aber sechs Wochen vorher. Nur ein paar Wochen intensiv Sport zu betreiben bringt dagegen eher wenig. Der Körper benötigt Zeit, um auf die ungewohnte Belastung zu reagieren und die Trainingsreize umzusetzen. Ideal eignen sich Sportarten mit einem ähnlichen Bewegungsablauf, zum Beispiel Inlineskating. Aber auch nebenbei lässt sich mit regelmäßigen kleinen Übungen über einen längeren Zeitraum einiges erreichen. Zusätzlich empfiehlt sich Krafttraining für die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur, da diese besonders beansprucht werden.

Das ideale Skigebiet für alle

Klar: Die größte Sorge gilt dem Schnee und den Fahrbedingungen. Nicht nur deshalb sind die verlässlich schneebedeckten österreichischen Alpen die beliebteste Wintersportregion der Deutschen. Man sollte aber nicht nur das Wetter im Blick haben, wenn es um die Auswahl des Reiseziels geht, denn oft sind es die begleitenden Faktoren, die den entscheidenden Unterschied machen, ob ein Urlaub als gelungen in Erinnerung bleibt oder nicht.
Geht es mit der Familie oder einer Gruppe von Freunden in den Urlaub, gilt es immer zu bedenken, dass Anfänger völlig andere Anforderungen an ein Skigebiet haben als Fortgeschrittene. Für Anfänger sind flache und kurze Hänge in kleineren Skigebieten ideal, um die Grundtechniken zu üben und sich langsam einzufahren. Fortgeschrittenen wird in so einem Gebiet dagegen schnell langweilig. Um einen Kompromiss zu finden, sollte man sich klar werden, welche Angebote einem wirklich wichtig sind: Fun Parks, Buckelpisten, schwarze Pisten, Skirouten, Flutlichtpisten? Eine gute Lösung, die alle zufriedenstellt, kann ein Verbundpass für mehrere Skigebiete in der Umgebung sein. Das ist zwar etwas teurer, sorgt aber für genügend Abwechslung und bringt alle Bedürfnisse unter einen Hut.

Aber auch abseits der Piste sollte der Ort den eigenen Erwartungen möglichst nahekommen: Ein schöner Ortskern für einen Stadtbummel, Après-Ski-Parties, Wellness-Angebote für den wohlverdienten faulen Tag? Oft sind es Dinge drum herum, die einen Urlaub abrunden und erst so richtig perfekt machen.

Die beste Anfahrt zur Abfahrt

Was man auch nicht vergessen darf: Die An- und Abreise gehören zum Urlaub dazu und sollten nicht stiefmütterlich behandelt werden. Eine verkorkste Anreise kann einem glatt den ersten Tag verhageln. Für den Winterurlaub reisen die meisten wohl mit dem eigenen Pkw an. Der Vorteil ist, dass umfangreiches Gepäck transportiert werden kann und man vor Ort relativ flexibel ist. Zumindest, wenn das Auto groß genug ist. Wer keinen Van oder Kombi hat und mit dem Kleinwagen anreist, sollte überlegen, die Skiausrüstung Zuhause zu lassen und sie vor Ort zu leihen.

Der große Nachteil der Anreise mit dem Auto liegt auf der Hand: Man fährt selbst. Je nach Wetter kann das zu einer recht strapaziösen Angelegenheit werden, und in den Schulferien ist mit Staus fest zu rechnen. Wenn es dennoch mit Auto in den Urlaub gehen soll, ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass es winterfest ist. Winterreifen sind Pflicht, für den Ernstfall sollten unbedingt auch Schneeketten mit an Bord sein, in manchen Skigebieten sind sie sowieso vorgeschrieben.

Am kostengünstigsten ist es, mit dem Fernbus anzureisen – dafür ist es aber auch am unkomfortabelsten. Die Anreisezeit ist wesentlich länger, man kann nur begrenzt Gepäck mitnehmen und hat selbst bei der Fahrt auch nur wenig Bewegungsfreiheit. Etwas bequemer als im Reisebus kommt man da schon mit der Bahn voran. Der Nachteil ist, dass die meisten Fernzüge nur die größeren Bahnhöfe anfahren und von dort aus ein Zubringer zur Unterbringung organisiert werden muss.

In den letzten Jahren ist deshalb das Flugzeug zu einer beleibten Alternative geworden. Besonders attraktiv wird diese Reisevariante durch die zahlreichen Pauschal- und Last-Minute-Angebote, die ein komplettes fertiges Urlaubspaket schnüren. Das ist bequem und fällt oft vergleichsweise günstig aus. Die meisten Angebote findet man allerdings zu den großen Skigebieten und beliebten Regionen wie Tirol, Wallis, Graubünden und Vorarlberg. Wer ein ganz bestimmtes oder eher abseitiges Reiseziel vor Augen hat, sollte sich lieber nicht auf sein Lastminute-Glück verlassen – eine gewisse Spontanität gehört hier zum Spaß einfach dazu.

Wer sich vorher genau überlegt hat, welche Anforderungen er an sein Reiseziel stellt und was er im Skiurlaub auf keinen Fall vermissen will, sollte keine Schwierigkeiten haben, das passende Angebot zu finden. Wenn man dann noch auf die körperliche Fitness achtet und sich rechtzeitig in Form bringt, steht dem perfekten Winterurlaub nichts mehr im Wege.