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Der Berg ruft - Die neuesten Wintertrends auf der Skipiste

Die Temperaturen lassen es aktuell noch nicht vermuten, die Auswahl an Weihnachtsartikeln in den Supermarktregalen spricht jedoch eine deutliche Sprache: Weihnachten und der Winter nähern sich unerbittlich. Das bedeutet neben der alljährlichen Vorbereitung auf Geschenke-Shopping in letzter Minute für viele Menschen auch die Planung des Skiurlaubs.

Die Urlaubsziele

Unabhängig von der Wahl des Urlaubslandes können sich die Wintersportler über rege Aktivität von Seiten der Skitourismusbranche freuen. Kaum eine Wintersportregion verzichtet auf Umstrukturierungen der Infrastruktur, um den Gästen ein möglichst komfortables Skierlebnis bieten zu können. Vielerorts werden daher bestehende Skigebiete mit neuen Seilbahnen und Liften ausgestattet oder die Möglichkeiten für die Abfahrten durch Zusammenschlüsse verschiedener Gebiete erhöht.



Wichtigstes Kriterium für den Winterurlaub bleibt jedoch die Schneesicherheit. Zwar wird in vielen Skigebieten dem Risiko eines schneefreien Winterurlaubs durch künstlichen Schnee entgegengewirkt. Wer allerdings richtigen Schnee zum Skifahren vorzieht, sollte sich rechtzeitig die zu erwartenden beziehungsweise vorliegenden Schneehöhen im Überblick ansehen, damit der Winterurlaub – trotz akribischster Vorbereitung – nicht mit einer Enttäuschung endet.

  • Umweltschonender Winterurlaub auf dem Schnalstaler Gletscher

    Umfangreiche Erweiterungen der Infrastruktur bedeuten teils gravierende Eingriffe in die Naturlandschaft der Alpen. Das Skigebiet im Schnalstal in Südtirol hat sich daher, neben einer Reihe weiterer Skiregionen, bewusst für Nachhaltigkeit und Alpenschutz entschieden. Die Schnalstaler Umwelterklärung mit ihren weitreichenden Umstellungen bei der Energiegewinnung, dem Bemühen um eine umweltverträgliche Müllentsorgung und den Erhalt der Grasnarbe bis ins Tal erhielt folgerichtig bereits im Jahr 2011 eine Auszeichnung. Darüber hinaus wird die Infrastruktur mehr auf öffentliche Verkehrsmittel ausgelegt, damit möglichst große Teile des Autoverkehrs das Urlaubsgebiet gar nicht mehr erreichen. Die Pisten am Schnalstaler Gletscher sind bereits befahrbar, auch wenn die aktuelle Schneehöhe von 35cm auf dem Berg noch Luft nach oben lässt.

  • Für jeden etwas in Zermatt

    Derzeit laden nicht nur stattliche 145cm Schnee in Zermatt zum Skifahren ein, sondern auch die Möglichkeit, in allen Preisklassen einen angenehmen Skiurlaub zu verbringen. Der Fokus liegt jedoch eindeutig auf dem Skifahren, was der Lage in einem Talkessel geschuldet ist. Entsprechend überschaubar sind somit die Möglichkeiten für Freunde des Wanderns. Andererseits bringt eben diese Lage mit der Nähe zu Italien auch ihre Vorteile mit sich, beispielsweise auf dem gastronomischen Sektor. Ein großer Pluspunkt für alle Urlauber, die nicht mit dem Auto, sondern lieber mit dem Zug anreisen möchten, ist das sehr gut darauf ausgelegte Bahn-Netz. Nach der Ankunft sorgen die bereitstehenden öffentlichen Verkehrsmittel dafür, dass die Mobilität der Gäste nicht leiden muss.

  • Feiern oder Familie

    Nach wie vor gibt der Tiroler Ort Ischgl seinen Gästen die Möglichkeit, dem Skifahren in gleichem Maße zu frönen wie dem (anschließenden) Feiern. Davon unberührt und somit etwas familienfreundlicher präsentiert sich dagegen das italienische Skigebiet Alta Badia, das als Teil des Unesco-Weltnaturerbes der Südtiroler Dolomiten den Urlaubern zwar eine längere Anfahrtszeit abverlangt, dafür aber umso mehr mit seiner Landschaft beeindrucken kann. Die insgesamt 26 Kilometer lange Piste am Sella-Massiv schafft dazu die optimale Verbindung von sportlichem Skiurlaub und dem Genuss der umliegenden Natur.



Was tun im Winterurlaub?

Darüber hinaus ist es immer eine Überlegung wert, was der Winterurlaub bringen soll. Der Trend geht jedenfalls weg vom klassischen Skiurlaub, bei dem der Tag für das Skifahren auf der Piste oder Langlaufen in den Loipen und der Abend zum zünftigen Feiern vorgesehen war. Darauf haben sich natürlich auch die Skigebiete eingestellt und das Angebot vor Ort deutlich breiter aufgestellt.

  • Wintererlebnis abseits der Piste

    Skifahren bleibt nicht mehr auf die Pisten beschränkt, der Wunsch nach der Skierfahrung im freien Gelände oder in einem der Funparks ist dafür umso größer. Skitouren geben Winterurlaubern, für die das Naturerlebnis an erster Stelle steht, die Möglichkeit die Umgebung abseits des Pistentrubels zu erkunden. Für weniger Skibegeisterte werden zahlreiche alternative Aktivitäten angeboten, die von Schneeschuhwanderungen, Hundeschlittenfahrten über Eisklettern und Rodelbahnfahrten bis hin zu Iglu-Übernachtungen reichen.



  • Mehr als nur Skifahren

    Neben dem Wunsch nach unterschiedlichsten Outdoor-Aktivitäten steigt aber auch die Nachfrage nach Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung ohne direkten Schneekontakt. Die Skigebiete und Hotels haben sich auch darauf eingerichtet und warten mit verschiedenen Wellness-Angeboten wie Saunen, Dampfbäder oder Massagen in den eigens eingerichteten Spaß auf. Auch Fitness-Begeisterte müssen im Winterurlaub nicht auf ihr Hobby verzichten – Fitness- und Yogakurse in den Hotels machen das möglich.
    Dazu haben sich die generellen Ansprüche an einen Winterurlaub mittlerweile deutlich geändert. Die Touristen kommen für kürzere Zeiträume in die Skigebiete und möchten trotzdem ein mögliches umfangreiches Urlaubserlebnis nicht missen. Daher werden vielerorts schon All-Inclusive-Urlaube angeboten, die den Gästen auch eine gewisse Preissicherheit bieten. Für diejenigen, die ohnehin den Schwerpunkt auf das Feiern legen und für die das Wintererlebnis als solches nicht so sehr im Mittelpunkt steht, gibt es inzwischen die Möglichkeit zu Halbwochenreisen.


Die Ausrüstung

Für das Equipment gelten ähnliche Regeln wie bei der Urlaubsplanung – alles soll vielseitig und dabei möglichst bequem sein. Insbesondere für Freerider und Tourengeher werden diese Maßgaben von den Herstellern in Produkte mit hohem Tragekomfort umgesetzt, die multifunktional sind und immer noch den notwendigen Schutz bieten.

  • Die Schuhe

    Damit das Erklimmen der Gipfel nicht unnötig anstrengender wird, sollten Tourengeher unter anderem auf das Gewicht ihrer Schuhe achten. Die Hersteller haben auf diese Anforderungen jedoch reagiert. Carbon senkt beispielsweise das Gewicht der Schuhe, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen. Verschiedene Möglichkeiten der individuellen Anpassung, wie Umformungen im empfindlichen Knöchelbereich, einsetzbare Polster oder Einlegesohlen tragen ebenfalls zu besserer Bequemlichkeit bei.
    Ähnliches gilt im Übrigen für Helme: Sie sollen leichter sein, ohne den Sicherheitsaspekt zu vernachlässigen und dabei möglichst bequem zu tragen sein. Dadurch ergibt sich zudem eine größere Flexibilität der Einsatzmöglichkeiten außerhalb des Skiurlaubs, beispielsweise beim Bergsteigen und Klettern.




  • Die Kleidung

    Maßgebend für die Wahl der Kleidung bleiben weiterhin Aussehen und Funktionalität. Darüber hinaus wird mittlerweile jedoch außerdem eine gewisse Flexibilität erwartet, denn gerade für die Tourengeher muss die Kleidung viel größere Ansprüche erfüllen.
    Dazu zählt, wie beim Schuhwerk oder den Helmen, der Wunsch nach Bewegungsfreiheit. Neue Materialmixe sorgen auch hier für ein leichteres Tragegefühl, ohne die üblichen Anforderungen, zu denen eben Schutz vor Wind und Wetter sowie Atmungsaktivität gehören, zu vernachlässigen.
    Farbe und Stil des Outfits bleiben nach wie vor weitestgehend eine Frage des persönlichen Geschmacks, wenngleich die Hersteller ihre diversen Modelle weniger bunt und dafür umso alltagstauglicher gestalten. Hier gilt ebenfalls das Prinzip der Multifunktionalität.







Bildquellen:

Bild 1: https://pixabay.com/de/monte-rosa-zermatt-berge-mont-rose-579809/ (CC0, Public Domain)
Bild 2: https://pixabay.com/de/skitour-ifen-ski-tour-wintersport-635973/ (CC0, Public Domain)
Bild 3: https://stock.tookapic.com/photos/13141 (CC0, Public Domain)